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Magazine

19.03.2018

Vorsicht vor Prozent-Jägern

Liebe Klavierfreundinnen und -freunde,

Wenn Sie sich entscheiden ein Klavier zu kaufen, sich selbst aber nicht in der Lage fühlen, in ein Fachgeschäft zu gehen und eines unter den vielen so ähnlich aussehenden Instrumenten auszuwählen, brauchen Sie Hilfe und Beistand. In der Regel wendet man sich dann gerne an den Klavierlehrer. Doch wer sagt eigentlich, dass diese objektiv beurteilen, was für einen (oder das Kind, das Klavierspielen lernen soll) richtig und am besten ist?

Vor allem ist es oftmals so, dass Klavierhäuser aufgrund der Multiplikatoren-Funktion Absprachen mit Klavierlehrern treffen. In der Form, dass Sie Prozente beim Verkauf eines Instruments erhalten. Das ist ein etwas waghalsiges Unterfangen, denn je teurer ein Instrument, umso mehr Provision, bzw. Prozente kann der Klavierlehrer einstreichen. Da ist es dann leicht einmal vorbei mit der objektiven Beratung für den eigentlich nach Hilfe suchenden Klavierkäufer. Es sei denn der Klavierlehrer gibt die Prozente an den Käufer weiter – auch eine Möglichkeit.

Dennoch, eigentlich kann nur der Käufer selbst beurteilen, was gut für ihn ist. Das sollte er mit dem Anschlaggefühl, dem Klang, der Beziehung von Preis und Leistung beurteilen. Denn letztendlich ist es ja auch nicht der Klavierlehrer, der jeden Tag mit dem Instrument leben muss, sondern der Käufer und Spieler. Selbst wenn Eltern für ihren Schützling ein Instrument erwerben wollen, ist es sinnvoll auf genau den Spieler zu hören. Natürlich kann man ihn leiten, ihm vielleicht auch preiswertere Instrumente schmackhaft machen, wenn das Kind sich ausgerechnet in ein Klavier der Top-Marke versteifen will. Aber letztendlich muss das Kind sich am Instrument wohl fühlen, es lieben lernen, um dann auch mehr Anreiz und Spaß am Üben und Spielen zu haben.

Wenn es dann noch um optische Dinge geht, kann der Klavierlehrer ohnehin nicht viel sagen, wenn er nicht in den vier Wänden des Schülers unterrichtet (was in der Regel nicht der Fall ist). Denn da kommen auch Gedanken an das Zusammenpassen von Instrument und der anderen Einrichtung zum Tragen, also vielleicht doch kein schwarzes Instrument, sondern eines mit einem hellen Furnierholz.

Grundsätzlich sollten Sie sich nicht von Außenstehenden zu viel beeinflussen lassen, und ein guter Klavierhändler wird auch nicht versuchen, Sie an ein Instrument zu führen, das eigentlich so gar nicht Ihrem Geschmack und Geldbeutel entspricht, sondern wird schon nach den ersten Sätzen eines Gesprächs herausfinden, welche Art von Instrument Sie suchen.

Also: Schützen Sie sich vor Prozent-Jägern, die letztendlich mehr für sich herausschlagen wollen als für Sie.

Carsten Dürer
Chefredakteur PIANONews

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